Vaginale Infektionen

Infektionen im Vaginalbereich sind so unangenehm wie häufig und fast jede Frau hatte schon einmal damit zu tun. Oft stellt ein ungewöhnlicher Ausfluss das erste Indiz dafür dar, dass etwas nicht stimmt. Zwar ist nicht jeder veränderte Ausfluss gleichzeitig auch krankhaft, jedoch sollte eine medizinische Abklärung erfolgen. Hierzu wird ein Abstrich aus der Scheide und/oder dem Gebärmutterhalskanal genommen und mikroskopisch untersucht. So kann festgestellt werden, ob es sich um Bakterien, Pilze, Trichomonaden oder Viren handelt und die Vagnialflora durch gezielte Therapie wieder hergestellt werden.


Geschlechtskrankheiten
Geschlechtskrankheiten führen zu Gesundheitsproblemen bis hin zu chronischen Gesundheitsschäden und sollten schnellstmöglich behandelt werden.

Zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten zählen:

Chlamydien
Bei der Chlamydien-Infektion handelt es sich um eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen (STDs: sexually transmitted diseases) der Welt, die meist durch die Bakterienspezies Chlamydia trachomatis ausgelöst wird. Je nach Altersgruppe sind weltweit bis zu zehn Prozent der Bevölkerung mit Chlamydien infiziert. Die Übertragung der Chlamydien von einer infizierten Person auf die andere erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Das Risiko einer Chlamydien-Infektion ist deshalb insbesondere bei Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, die beim Geschlechtsverkehr kein Kondom benutzen, besonders hoch. Bei einem Großteil der Frauen verläuft die Infektion symptomlos, seltener treten Juckreiz, Unterbauchschmerzen und Brennen beim Wasserlassen sowie ein dünnflüssiger, gelblicher oder eitriger Ausfluss im Genitalbereich auf.

Bleibt die Chlamydien-Infektion unbehandelt, können die Entzündungen eine Vernarbung und Verklebung der Eileiter hervorrufen, was Unfruchtbarkeit sowie ein hohes Risiko für Eileiter-Schwangerschaften verursachen kann. So schätzt man, dass in Deutschland rund 100.000 Frauen aufgrund einer Chlamydien-Infektion unfruchtbar sind.

Bei jungen Frauen bis 25 Jahre ist der Test auf Chlamydien Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung, danach stellt sie eine IGeL-Leistung dar. (Link)




Neisseria gonorrhoeae (Tripper)
Die Gonorrhoe, auch Tripper genannt, ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken) verursacht wird. Symptome sind hierbei Schmerzen beim Wasserlassen und ein milchig-eitriger Ausfluss. In etwa zehn Prozent der Fälle verläuft der Tripper im Anfangsstadium jedoch ohne spürbare Symptome. Beide Geschlechter sind in etwa gleicher Häufigkeit betroffen, die Erkrankung erfolgt häufig im jungen Erwachsenenalter. Häufig wechselnde Geschlechtspartner und ungeschützter Verkehr führen zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko. Bleibt eine Gonorrhoe unbehandelt, kann sie chronisch werden und zu Unfruchtbarkeit führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass bei einer Geburt das Kind infiziert wird. Das Neugeborene erkrankt dann meist an einer eitrigen Bindehautentzündung.



Herpes genitalis
Bei Genitalherpes – auch Herpes genitalis genannt – handelt es sich um eine der weltweit am häufigsten vorkommenden Geschlechtskrankheiten. Ausgelöst wird Genitalherpes durch eine Infektion mit dem Herpes-Simplex-Virus vom Typ 2 (HSV 2), der Schätzungen zufolge bei etwa 10 bis 30 Prozent der Weltbevölkerung nachweisbar ist. Dabei handelt es sich um einen Verwandten des noch weiter verbreiteten Herpes-Simplex-Virus vom Typ 1 (HSV 1), der hauptsächlich Lippenherpes verursacht, aber auch für die Entstehung von Genitalherpes verantwortlich sein kann. Da die Ansteckung mit Genitalherpes fast ausschließlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgt, wird die Infektion zu den sogenannten sexuell übertragbaren Krankheiten (STD: sexually transmitted diseases) gezählt. Hat man sich mit Genitalherpes angesteckt, äußert sich dies in der Regel durch schmerzhaft juckende und kribbelnde Hautbläschen im Genitalbereich sowie durch Geschwulste an den Geschlechtsorganen. Nach einer überstandenen Akuterkrankung kann man immer wieder Genitalherpes gekommen, da die Herpesviren lebenslang im Körper verbleiben.


Humanes Papilloma Virus (HPV)

Stellt die häufigste virale Geschlechtserkrankung dar. Humane Papillomviren, abgekürzt HPV, sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt. Bisher sind mehr als 120 Virustypen bekannt, von denen etwa 40 die Geschlechtsorgane befallen. Einige dieser Viren sind für die Bildung von gutartigen Feigwarzen an den Genitalien verantwortlich, andere Typen sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt. Etwa 80 Prozent aller sexuell aktiven Menschen machen mindestens einmal in ihrem Leben eine HPV-Infektion durch. Eine Infektion wird nur in sehr seltenen Fällen von Symptomen begleitet. Bei 90 Prozent der infizierten Frauen heilen diese Infektionen in einem Zeitraum von bis zu 2 Jahren ohne Therapie und ohne Folgen aus. Etwa 10 Prozent der betroffenen Frauen bleiben dauerhaft infiziert und können Zellveränderungen am Gebärmutterhals entwickeln. Nur etwa 1-3 Prozent dieser Zellveränderungen entwickeln sich über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren zu Gebärmutterhalskrebs - die übrigen heilen meist ohne Therapie aus.

Behandeln kann man nur die Genitalwarzen, die Infektionen mit den Viren können nicht therapiert werden. Eine Impfung gegen Humane Papillomviren (LINK), die vor den häufigsten Erregern - 6,11,16 und 18 - schützt, verhindert Genitalwarzen, Krebsvorstufen und damit Krebs, der durch die beiden letzteren Typen ausgelöst wird, wirksam.


Treponema pallidum (Syphilis)

Ist eine langwierige Erkrankung, die in Stadien mit unterschiedlichen Symptomen verläuft. In der Schwangerschaft ist sie auf das Kind übertragbar.




Mycoplasma/Ureaplasma

Ist häufig Ursache für  Eileiterentzündungen.


Eine Geschlechtserkrankung ist immer unangenehm und nicht nur mit körperlichen Beeinträchtigungen verbunden, sondern auch mit einer Verminderung der Lebensqualität  – wir sorgen dafür, dass es Ihnen schnellstmöglich besser geht!

Kontakt

Dr. Esther Bähr + Dr. Saskia Jäger
PRAXIS FÜR FRAUENHEILKUNDE UND GEBURTSHILFE

Hauptstraße 79, 68259 Mannheim
T 0621 797676 | F 0621 797858
info@mannheim-frauenarzt.de
baehr@mannheim-frauenarzt.de
jaeger@mannheim-frauenarzt.de

Öffnungszeiten

MO8 - 12 Uhr
DI8 - 12 Uhr + 15 - 18 Uhr
MI8 - 12 Uhr + 15 - 18 Uhr
DO8 - 12 Uhr + 15 - 18 Uhr
FR8 - 12 Uhr

Termine nach Vereinbarung

Jameda